

Eine Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf!
Der nächste Generationenwechsel stand an und Sohn Engelbert übernahm die Geschicke der Firma. Er baute sie kontinuierlich zu einem der größten Landmaschinenbetriebe im Mostviertel auf. Gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bauern in der Grün- und Forstwirtschaft einzugehen, war dabei sein Erfolgsrezept.
Bereits im Jahr 1952 wurde der erste Lindner Traktor verkauft. Die Firma Pruckner hatte damals auch eine Beinahe-Funktion als Fahrschule, wusste doch noch niemand mit einem Traktor umzugehen. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen wurde das Traktorfahren jedem Kunden beigebracht. Durch Wissen, Fleiß und vor allem viel guter Mundpropaganda schaffte es die Firma einen Vertrag mit Massey Fergusson, einem der größten Traktorenhersteller der Welt, an Land zu ziehen.
In den letzten Jahren wurde das Pruckner Areal leider öfter von schweren Hochwassern heimgesucht. Eine Chronologie der schlimmsten Jahre:
1978
wird Randegg von einem Jahrhunderthochwasser überfallen. Binnen drei Stunden fällt 300 Millimeter Niederschlag.
1989
wird der nächste Katastrophenalarm in Randegg ausgerufen. Beim sechsten großen Hochwasser seit der Jahrhundertwende wurden alle Keller überflutet. Dank den engagierten Pruckner-Mitarbeitern, der Freiwilligen Feuerwehr und den vielen freiwilligen Helfern konnte alles rasch ausgepumpt und gereinigt werden. Die Freude währte nur kurz: Zwei Tage später war der Schlamm wieder da und die Arbeit konnte von vorne beginnen.
2000
Am 6. August stand um 17 Uhr das gesamte Werksgelände einen halben Meter unter Wasser. Kurios: Ein Kalb schwamm damals von Gresten nach Wang unter der Werkstätte hindurch.
2009
Im Juni sind alle Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. Im Pruckner Areal stand ein Meter Wasser und alle drei Keller waren überflutet. Die gesamte Ware im Keller wurde vernichtet, die Maschinen und Fahrzeuge auf der Ausstellungsfläche und in den Garagen wurden zum Teil schwer beschädigt.
Von Werkzeug über Elektrogeräte, Weide-, Melk- und Stallbedarf bis hin zu Geschirr und Küchenutensilien - kurz gesagt: alles, was die Bewohner von und rund um Randegg brauchen können, finden sie seit 1991 in dem Nahversorgerladen „Haus-Hof-Profi".
Um die Ausstellungsflächen des Unternehmens zu vergrößern, kauft Engelbert Pruckner den alten Hofmayer Grund und lässt das Amsz Haus abreißen.
Der bisher letzte Wechsel von Vater an Sohn wurde vollführt und Engelbert „Börschi" Pruckner übernahm die Firma. Das musste natürlich dementsprechend gefeiert werden und ein Fest mit 64 ehemaligen Mitarbeitern aus Deutschland und Österreich wurde veranstaltet.
Um den Schutz für die Mitarbeiter zu erhöhen und die Qualität zu verbessern wurde eine Lackier-Box errichtet.
Bei der Jubiläumsfeier der Marktgemeinde Randegg wirkte die Firma Pruckner als fahrende Schmiede beim Festumzug mit.
Größer und effizienter werden - das war das Vorhaben für das Jahr 2002 und das wurde auch prompt in die Tat umgesetzt. Ein neues Bürogebäude für die Buchhaltung wurde errichtet, vieles wurde renoviert. Der Seniorchef errichtete zwei 300 Quadratmeter große Flugdächer über dem Ausstellungsplatz und ein 13 Meter hoher Eisenturm wurde am Firmenareal aufgestellt. Pruckner Landmaschinen ist damit von weitem sichtbar und der Turm hat wohl auch schon so manchem Kunden den Weg gewiesen.
Engelbert Pruckner widmete sich nach zehn engagierten Jahren im Gemeinderat der Wirtschaftskammer und übernahm 2005 den Vorstand über den Maschinenhandel in Niederösterreich. Bundesweit agiert er als Stellvertreter und nahm 2007 den Vorsitz der ARGE-Landtechnik ein. Regelmäßig besucht er den jährlich stattfindenen Climmarkongress, eine Veranstaltung der Vereinigung der Landmaschinenhändler Europas, und holte diesen 2007 auch nach Österreich.
Erika Pruckner organisierte 2004 eine Gewerbeschau mit 18 Randegger Betrieben am Pruckner Gelände. 2010 wird sie zur Bezirksobfrau der Wirtschaftskammer ernannt.
